Ralf Kelleners startet 1998 in Le Mans im neuen Werks-Toyota

Gut fünf Monate vor den 24 Stunden von Le Mans 1998, dem Langstrecken-klassiker des Motorsports, steht der Rheinländer Ralf Kelleners vor einer neuen Herausforderung. Toyota treibt das anspruchsvolle Werks-Projekt zügig voran, so daß Ralf Kelleners bereits kurz vor Weihnachten den Werks-Toyota GT bereits im südfranzösischen Le Castellet den ersten Roll-out vornehmen konnte. Da der 29jährige Rheinländer als ausgezeichneter Testfahrer bekannt ist, wird er im Vorfeld wichtige Arbeit leisten, um in Le Mans ein Top-Auto an den Start zu bringen. Das Werksteam verstärken wird Eric Hellary, Martin Brundle und Emmanuel Collard. Collard fuhr bereits im Jahre 96 siegreich mit Kelleners auf einem Porsche in der BPR. Beide Piloten bringen auch reichlich Le-Mans Erfahrung mit nach Toyota, denn Kelleners gewann 1996 die GT 2- Wertung und im Jahr darauf avancierte er zum größten Pechvogel, als zwei Stunden vor dem Rennende auf der Hunaudieresgeraden seine Porsche in Führung liegend abbrannte.
Ralf Kelleners: " Ich freue mich sehr auf die neue Aufgabe, eine tolle Heraus-forderung. Toyota geht sehr ehrgeizig an dieses Projekt heran und rechne mir einiges aus. Nach dem 97 Jahr in der FIA-GT, zum Teil auf einem privaten Porsche GT 1, konnte ich im Werksporsche zeigen, daß ich auf das Sieger-treppchen fahren kann wie in Laguna Seca. Jetzt tanke ich erst einmal Kraft für die kommende Saison beim Ski fahren."
Bislang galt Kelleners als einer der besten Porsche-Piloten auch bei Werks-einsätzen als eine Bank für gute Plazierungen. Einen weiteren festen Einsatz steht zur Zeit noch nicht fest doch grundsätzlich wird sich in Richtung GT-Sportwagen oder WSC-Spider orientiert und nach einem erfolgreichen Abschneiden in Le Mans stehen vielleicht auch weitere Einsätze auf dem Werkstoyota in Aussicht.

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